Krys Down Under

Das harte Leben in Australien!

Tuesday, February 20, 2007

Rotorua

Gen Mittag angekommen in Rotorua, der Action-Hauptstadt der Nordinsel. Ähnlich wie Queenstown gibt es hier alles was das Adrenalinsucherherz begehrt. Was an Roturura nicht ganz so schön ist, ist die nähe zu aktiven Vulkanen, somit wieder der schon von Tongariro bekannte schöne Sulfor Geruch, zum Glück nicht ganz so stark, und man bemerkte es irgendwann auch kaum noch. Aber hier interessierte mich die Natur ausnahmsweise mal nicht so sehr. Mein Zeitplan war leider stark begrenzt, ich hatte einfach zu viel Zeit auf der Südinsel verbracht und somit nicht mehr so viel Zeit bis zu meinem Rückflug am 24. Februar an die Gold Coast übrig. Aber ich musste das beste daraus machen :) Somit nach dem einchecken direkt mal White Water Rafting eingeplant. Es ging zum Kaituna River der neben Grade 4 und 5 Rapids (das höchste was geraftet wird) auch den höchsten raftbaren Wasserfall mir 7m höhen bot. SPASS! Video war hier leider nicht wirklich möglich, das hätte meine Camera nicht überlebt, aber dafür gibts ein paar nette Fotos, ich bin der ganz vorne links btw. :) Wir haben es geschafft unser Raft nicht umzukippen, selbst im Wasserfall, aber Angriffe auf andere Rafts erforderten doch Sprünge ins Wasser und so wurde man zu genüge nass. Da aber unser Raft partout nicht umkippen wollte, wurde beschlossen die Rapids nicht mit Festhalten sondern mit Paddeln zu durchqueren, da aber auch dies nicht zum Erflog (also alle Mann, und Frau natürlich, im Wasser) verhalf beschlossen wir die Grade 5 Rapids stehend zu meistern... Anscheinend war der Fluss an diesem Tage zu ruhig, denn Schwierigkeiten kamen auch dadurch nicht wirklich zu Tage. Alles in allem ein gelungener Trip und sobald das nötige Kleingeld dafür da ist, wirds sicher wieder flussabwärts gehen.

Am frühen Abend blieb dann auch nicht viel Zeit um noch selbstgeplante Aktivitäten anzugehen da ein Besuch in der Tamaki Maori Village nahe Rotorua anstand; ein Besuch einer im traditionellen Maori Stil aufgebauten Dorfes mit Tanz und vor allem eines großen Hangi Mahls. In jedem Waka (in diesem Fall ein Bus) wurde ein Chief ausgewählt der seinen Stamm anführen sollte ausgewählt. Ich konnte nicht widerstehen mich dieser würdevollen Aufgabe zu stellen, und wurde somit der Chief meines Stammes.

Als Chief musste man den Gastgebern direkt gegenüberstehen (Vorderste Front :) und genoss somit die Privililegien eines Stammesführeres. Alle anderen Tourius durften also den 6 Stammesführeren (aus 6 Bussen halt) folgen, was allerdings zu meinem Unmut nicht bedeutete dass ich als erster essen durfte :( Aber der Reihe nach, nach der friedlichen Herausforderung (widerspricht sich meiner Meinung nach, aber wer will schon ehmaligen Kannibalen widersprechen...) gings dann weiter zum Maori Dorf, wo es dann Einblicke in verschiede Aspekte der Kultur gab. Dies wurde dann in einem grossen Versammlungshaus mit Tanz und Gesang weitergeführt, darunter auch dem vielleicht vom Rugby bekannten Haka. Danach gings endlich (ich hatte meinen Magen ja extra freigehalten) zum Hangi. Der/Die/Das Hangi wurde auf traditonielle Maori Weise zubereitet, Kumara (NZ Süßkartoffeln, Karotten, Fleisch, Fisch etc.) wurde im Boden vergraben und mit heissen Steinen bedeckt und für 3-4 Stunden so belassen und dann rausgeholt. Das Essen war wirklich sehr sehr gut und wer mich gut kennt, weiss dass ich bei sowas nicht lange widerstehen kann, nach der dritten Portion wars aber auch für mich genug, und da es etwas gedauert hatte, konnte ich mich nichtmal am Nachtisch vergehen :) Am Abschluss des Abends, gab es dann noch für alle Stammesführer ein Geschenk in Form eines Anhängers. Danach war aber am Abend auch nichts mehr angesagt und somit gings dann ins Bett.

Am nächsten Tag musste ich mich wieder mit aktiveren Sachen beschäfigen. Zorbing! Ja da fragt sich sicher jeder, was für ein Schwachsinn ist das denn wieder. Einfach erklärt: Man wird in einen riesigen Hamsterball gesteckt und nen Berg runtergerollt...
Genau der Spass den ich also brauchte. Es gab mehrere Optionen, entweder in einem Harness (Harnsisch oder?) oder im Waschmaschinenstyle, also gefüllt mit Wasser. Dann noch zwei verschieden Arten runterzurollen, entweder direkt straight down oder im Zig-Zag Kurs runter. Ich entschied mich für den Waschgang im Zig-Zag und versuchte auch in dem Ball zu laufen, was für ganze 5 Sekunden und dem ersten Aufprall mit einer Wand auch ganz gut ging, danach war es der Kampf: Ich gegen die Gravitation und das Wasser, es war nicht wirklich einfach aufzustehen aber umherspringen ging schon ganz gut, ein herrlicher Spass den ich jedem nur wärmstens ans Herz legen kann. Unten angekommen, war ich noch voller Adrenalin und beschloss direkt nochmal hochzufahren diesmal im Harness und geradeaus runter, auch ganz runter und so fühlt sich wohl Wäsche in der Waschmaschine, aber ich bevorzuge auf jeden Fall das runterrollen im traditionellen Waschgang mit Wasser :)

Danach noch ein wenig durch Rotorua gewandert und auf den Bus gen Mount Maunganui gewartet.

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