Tasmanien

Und wiederrum gehts weiter, diesmal eine Insel runter. Ich wollte ja noch unbedingt den letzten fehlden Staat unsicher machen. Der Flug ging also nachts von Perth ueber Melbourne nach Tassie, wie Tasmanien von den Einheimischen genannt wird. Aboriginies gibts hier nicht mehr wirklich, diese haben die Besiedlung nicht ganz so gut ueberstanden...
Angekommen in Hobart, dem groessten Ort auf der Insel mit ca. 200.000 Einwohnern. Dort wurde ich am Flughafen von einer elektronischen Anzeigetafel mit "Witamy" begruesst, "Wilkommen" auf polnisch. Na so konnte man sich natuerlich heimisch fuehlen. :) Im Hostel eingecheckt und erstmal langsam was zu Essen gesucht, was in einem Fischerort nichts anderes sein konnte als Fish&Chips. Kurz noch in einem Markt ein wenig Obst eingekauft und danach in Tasmanischen Botanischen Garten gewandert. Der war zwa nicht so gross, da ich aber ca. 36h nicht mehr geschlafen hatte, erfuellte der seinen Zweck und nach ca. 3h Schlaf und einem leichten Sonnenbrand machte ich mich langsam auf den Rueckweg. Abends noch kurz das lokale Gebraeu "Cascade" getestet (gar net mal so schlecht) und dann relativ frueh ins Bett, da es morgens schon wieder frueh rausging.
Morgens aufstehen ist ja inzwischen zur Gewohnheit geworden. Heute war es mal wieder um 5:30 soweit. Tour ging ne Stunde spaeter los und ich wolte nochduschen und musste auch noch alle Sachen wieder zusammen packen. Eingestiegen in den Bus der mich die naechsten 3 Tage an der Westkueste Tasmaniens begleiten
sollte. Mitdabei ca. 18 weitere Leute aus allen moeglichen Laendern.Der erste Tag war relativ relaxed. Ein wenig rumfahren gemixt mit Wandern durch die herrliche Gebirgslandschaft. Der erste Eindruck von der Natur Tasmaniens,
war auf jeden Fall sehr gut. Alles sehr sehr gruen. Tausende Seen und wunderschoene Wasserfaelle. Es ging zum Mount Field National Park wo dann auch die ersten Wasserfaelle bestaunt werden druften. Je nach Regensituation sehen diese dann besser oder schlechter aus. Aber was waere ein Spaziergang durch den Regenwald ohne Regen, von daher sah alles gut aus. Zu sehen gabs dann auch noch lokales Getier wie Pademelons, kleine Wallabies, die sehr fotogen sind, und Kidnas (hoffe die schreibt man so) Igelartige Tierchen die bis auf die Stacheln ziemlich putzig anmuten. Aber wie gesagt, es regnete im Regenwald, nach 3h Wanderung waren meine Schuhe natuerlich auch total durchnaesst und schlauerweise hab ich auch ein einziges Paar eingepackt. (Thongs zaehlen nicht als Schuhe oder?) Nach der letzten Wanderung ging es dann nach Tullah, der Ruhestaette fuer die naechsten 2 Naechte. Das Hostel erinnerte von aussen an einer Kaserne und der Eindruck innen war nicht viel gerauemiger, aber es gab Heizkoerper, meine Schuhe waren gerettet. Das Hostel lag aber an einem wunderschoenen See und abends konnte man dann gemeutlich am Kaminfeuer sitzen und die lokalen Produkte testen. Vornehmlich waren das hier Cascade (wirklich gut) und James Boag's (wenns sonst nix gibt...). Den Abend dann gemuetlich ausklingen lassen und ab ins Bett.
Morgens nach dem Fruehstueck ging es dann raus zum Mountainbiken um den See oder auch zum Kanufahren. Es regnete noch nicht, aber was nicht ist, wurde sicher noch werden. Nach dem Kanu fahren gings dann auch weiter mit den Bus zu den Montezuma Falls. Wir durften dann dort auch noch ca. 3h zu den Wasserfaellen laufen, Regenwald versteht sich, also gleiches Spiel angesagt wie am Tag zuvor, aber wirklich sehr sehr nett anzuschauen, auch wenn Regenwaelder nach einer Weile und einer bestimmten Anzahl auch nicht mehr so interessant sind. Es ging dann auch noch zu den Hefty Dunes, Sandduenen die ca. 30m hoch sind, und wo man dann auch ein wenig Quadbiken konnte oder einfach nur von oben runterspringen, oder surfen :) Nach ein wenig Sightseeing in diversen kleinen Gebirsstaedtchen gings auch wieder zurueck nach Tullah wo man sich dann bei ein paar Cascade aufwaermen konnte.
Der dritte Tag war dann etwas entspanter, der Weg ging Richtung Devonport, wieder mit ein paar Zwischenstopps. Diesmal mehr an der Kueste, und man konnte auch schwimmen gehen, was aber irgendwie dem Wetter entsprechend keiner wirklich machen wollte... Besichtigt wurde neben den Fischerdoerfern dort dann auch noch eine Schokoladenfabrik bei Devonport, wo dann die Nacht verbracht wurde. Aber es war ja Australia Day, und im Backpacker in dem ich war, spielte auch die ganze Nacht eine Band, so dass der Tag gebuehrend gefeiert wurde.
Morgens gings dann weiter nach Launceston wo ich dann auch den Tag verbrachte. Launceston ist die zweitgroesste Stadt in Tasmanien und so war hier schon etwas mehr los. Besonders spannend war Contract Gorge. Einfach wunderschoen zwischen den Gebirgshaengen zu laufen und am Ende auf natuerliche und auch einen kuenstlichen Pool zu treffen. Alles in allem ein sehr relaxter Tag an dem ich die meiste Zeit mit Essen verdauen, rumliegen und lesen verbracht habe.Tagsdarauf gings dann auch schon weiter nach Neuseeland. Kurzer Zwischenstopp in Melbourne und dann hiess es erstmal Goodbye Aussies, Welcome Kiwis!

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