Red Centre

Ja was soll man sagen, angekommen in Alice Spring bei gemuetlichen 40 Grad im Schatten, schnell eingecheckt, Sachen ins Zimmer gebracht, dass neben den 2 Doppelbetten nicht wirklich viel Platz bot, und mehr einem Gefaengnis glich als einem Backpacker-Dorm, Air-Con angemacht und los ging die Stadterkundungstour. Alice Springs ist aber so wie die meisten Leute sagen, ziemlich langweillig und heiss, so dass es ausser dem Repitilien Haus, dem Flying Doctor Service und den vielen Aboriginies, nicht wirklich was zu sehen gibt. Die Zeit musste aber trotzdem totgeschlagen werden, also ein wenig durch die Stadt rumirren und was zu essen finden. Und man glaubt es kaum, in Alice Springs gibt's mehr als genug Fastfoodketten und andere Restaurant. Pizza Hut an diesem Abend und der Hunger war gestillt. Doch dann die grosse Ueberraschung in einem Cafe/Designerklamottenladen, es gab doch tatsaechlich Ben Sherman im Angebot, die Marke hatte ich bisher in kaum einem Laden in Australien gesehen und es gab sie mitten im Norgendwo und dass auch noch um 40% reduziert, weil der Spass nicht laeuft, auch kein Wunder bei der Location... Ich konnte mich aber gerade noch so zurueckhalten mich mit einem Dutzend Hemden einzudecken, da ich diese auf den Reisen ja dauernd buegeln musste. Naja vlt. bereue ich diese Entscheidung spaeter, aber fuer meinen Geldbeutel auf jeden Fall besser...

Am naechsten Morgen gings dann auch mit der Tour durchs Red Centre los. Tourbeginn um 5:50, also erstmal aufstehen um 5 um zu durschen und halbwegs wach zu werden. Und wer glaubt, wie ich, dass die zu frueh sei, hat nicht mit den naechsten beiden Tagen gerechnet... Es ging also mit 12 Leuten in einem netten geraeumigen 4WD Truck los gen Uluru oder auch Ayers Rock gennant. Zeit genug im Truck etwas zu schlafen, denkste, natuerlich muss zwischendurch halt gemacht werden um sich irgendwas anzuschauen. Aboriginal Art, Fotos machen, Kamele (!) anschauen und reiten. (Kein Scheiss in Australien gibt's mittlerweile ca. ne halbe Million von den Viechern, die exportiren die sogar zurueck in arabische Laender...) Irgendwann war man dann doch am Ayers Rock angekommen, und es ging los mit dem Wandern. Leider war ein besteigen des Rocks nicht moeglich, da es zu windig war, Regen angesagt war und wir ueber 36 Grad hatten. (ich schaetze mal 45 im Schatten, den es natuerlich um diesen Monolithen nicht gibt...) Blieb also nur ein knapp 10km langer Base Walk, wie gesagt ohne Schatten. Beim Laufen jede Menge Wasser trinken um nicht auszutrocknen und oft stehenbleiben um den Stein auch ja von jeder Seite zu fotografieren. Nach dem Base Walk gings dann zum Sunset Seeing Spot, wo dann erstmal der Sonnenuntergang mit Sparkling Wine gefeiert wurde.Ab ins Camp, erstmal Abendessen einnehmen und dann den Abend mit ein paar Bieren abrunden. Geschlafen wurde unter freiem Sternenhimmel in Swags, ka wie die auf Deutsch heissen, sind so Schlafsaecke mit integrierter Matratze. War auf jeden Fall zu heiss um sich zuzudecken, so dass ich einfach nur da drauf lag.
Next morning wecken um 4 Uhr!!! Nicht, dass ich wirklich ueberrascht sein sollte, man muss sich ja schliesslich auch den Sonnenaufgang ansehen, aber nach ca. 3-4h Schlaf nicht wirklich motivierend... Nach dem Sonnenaufgang und jeder Menge Kaffee gings dann zu Kata Tjuta (Die Olgas, hoffe der Aborige-Name ist richtig) Dort halt auch Stundenlang rumgelaufen, und es war noch besser als der grosse rote Stein am Tag zuvor, jede Menge Fotos gemacht, wobei ich nicht denke, dass diese der Wirklichkeit gerecht werden.
Nach den Olgas gings dann weiter in Richtung Kings Canyon wo dann das Nachtlager aufgeschlagen wurde. Nach der Such nach Feuerholz hab ich mich dann auch mal ans Steuer des Trucks gewagt (eigentlich nicht erlaubt, aber unser Tourguide ist dann auch auf dem Dach gefahren, von daher...) Abends dann lecker gekocht und Marshmallows im Feuer gerostet. Den Abend dann am Lagerfeuer ausklingen lassen, um dass dann auch alle Swags positioniert wurden.
Naechster Morgen, wecken um 5:30, wir konnten unseren Tourguide ueberzeugen, dass 4:30 keine Alternative fuer uns darstellte :) Ab gings dann nach dem Fruehstueck zum Gings Canyon, wieder sehr sehr schoen inklusive Schwimmpause im Garten Eden. So hiess der kleine See mittendrin wirklich, war aber ganz nett und sehr erfrischend.
Nach dem Canyon ging dann zueruck nach Alice Springs, wo ich mit der festen Absicht frueh schlafen zu gehen, noch fuer ein, zwei Bier in ne Bar ging, um mit meinen Tourbegleitern den letzten Abend zu verbringen. Aber erstens kommt es anders, und zweitens musste ich um 7 aufstehen um meinen Flug nach Perth zu kriegen. Nach den ein, zwei Bier, wars dann auch 5 Uhr als ich ins Bett kam, und mich dann auch von einer eisklaten Dusche nicht wirklich wecken lassen konnte.
Am Flughafen beim Warten gegen die Muedigkeit gekaempft und den kompletten Flug geschlafen. Next Eintrag Perth, sobald ich Zeit dafuer finde.

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