Krys Down Under

Das harte Leben in Australien!

Wednesday, January 17, 2007

Perth to Exmouth


Und wieder ging es auf Reisen, am fruehen morgen, wieder mal im Bus den Busfahrer fuer den guenstigeren Preis bequatscht und rein in den Stadtkern wo der Abholpunkt war.
Der erste Tag war hauptsaechlich mit Reisen beansprucht, so dass es nicht ganz so viel zu sehen gab. Zuerst ging es zu den Pinnacles, Tausenden von Steinen, die mitten in der Wueste rumstehen :) Fand ich jetzt nicht so wirklich spannend, aber naja.


Weiter gings zum Sandboarden in die Duenen. Da unser Tourguide natuerlich gar nix erklaert hat, stuerzten sich alle stehend auf die Boards (was anscheinend nur sitzend geschehen sollte) und propmt brach sich natuerlich einer das Bein. Naja hier mich nicht davon ab es weiterhin stehend zu benutzen und meine famose Surferfahrung zahlte sich doch tatsaelich aus. Die Balance zu halten war fuer mich ziemlich einfach, leider konnten wir den armen Kerl nicht zu lange warten lassen und so ging es dann auch bald weiter ins Krankenhaus mit ihm. Abends dann im Hostel eingecheckt und ein wenig zusammengessenen und das ein oder andere Bier im Pub genossen.



Raus gings am naechsten Morgen dann auch wieder relativ frueh, wie eigentlich auf allen Trips. Auf gings zum Murchinson River Gorge, wo man dann den Z-Bend Gorge und das Natural Window bestaunen durfte. Eine Trip durch die wunderschoene Gebirgslandschaft, mit der Moeglichkeit des Abseilens (gleiches Wort in englisch...). Nach einigen Stunden die dann dort verbracht wurden gings dann weiter gen Nachlager, das direkt am Strand war, welcher aber so 2km lang aus seichtem Badewarmenwasser zu bestehen schien. Ich hab versucht rauszulaufen aber bin nach einigen hundert Metern umgedreht, es wurde einfach nicht tiefer... Zum Glueck verfuegte unsere Unterkunft ueber einen Pool, so dass ich mich mit Bier bewaffnet dort reinstuerzte. Herrlich Erfrischung brachte dann neben dem Bier auch das Volleyball spielen im Wasser. Abends wurde dann wieder das BBQ angschmissen und ich versuchte mich im Didgeridoo spielen. (Klaeglich gescheitert sag ich da aber mal :)

Neuer Morgen neues Glueck, in aller fruehe wieder die Sachen gepackt und es ging weiter nach Monkey Mia. Monkey Mia, bedeutet irgendwas tolles, dass ich wieder vergessen habe, aber war auch nicht so wichtig, das tolle an Monkey Mia sind naemlich die Delphine (oder Delfine?) die dort jeden Morgen wie nach einem Uhrwerk vorbei zur Fuetterung kommen. Normalerweise darf man sogar Knietief ins Wasser, ging zur Zeit aber nicht, da Jungtiere dabei waren, und da somit die Gefahr bestand, dass diese den Schatten folgen wuedern und stranden koennten. Wollte man natuerlich nicht und so musste man sich mit einem Strandplatz begnuegen, war aber auch so mehr als nah genug dran, wie die Fotos vielleicht erahnen lassen.
Die Reise ging weiter gen Norden und es wurde noch halt gemacht am Shell Beach (der Name sagt alles, sehr sehr sehr weiss und auch wieder seicht :) Zu sehen gabs an anderer Stelle dann noch diese komischen lebenden Steine, ich kann mich nicht mehr genau erinnern, wieso weshalb warum, aber die sind zumindest mehrere Tausend Jahre alt. Wie gesagt ka genau, heissen auf jeden Fall Stromatoliten. Experten Kommentare erwuenscht :)

Nach diesem Abenteuer gings dann weiter nach Coral Bay wo dann die Nach verbracht wurde. Das Hostel hatte zum Glueck einen Pool, und so konnte man die Zeit sinnvoll nutzen um sich von den 40 Grad Aussentemperaturen zu erholen.





Der Tag wurde fast ausschliesslich in Coral Bay verbracht. Ich entschied mich fuer einen
Trip mit einem Glassbodenboot zum Schnorcheln rauszufahren. Der Trip ging insgesamt 3 Stunden, die mir vorkamen wie 30 Minuten. Den Glasboden hatte ich selber nur 2 mal angesehen, einmal von oben und einmal von unten. Das Schorcheln machte einfach zu viel Spass und es gab so viel zu sehen. Fische ueberall wo man hinschwamm und ein Korallenmeer, welches sich locker mit dem Great Barrier Reef messen kann. Neben unzaehligen Fischen und Korallen gab es unzaehlige Schildkroeten Riffhaie und sogar Delphine zu sehen. Es gelang mir sogar einer Schildkroete locker 10 Minuten lang zu folgen. Die sehen echt total sues aus, wenn man die zum Greifen nahe hat. Die eine der ich folgte war einfach nur gemuetlich am fressen und liess sich von Fischen sauebern, so dass es kein Problem war mit ihr Schritt zu halten.
Das verfolgen von Haien, gestaltete sich etwas schwieriger, da diese inmitten von Fischschwaermen umherschwammen und man diese nicht ganz so leicht erblicken konnte. Es war dann aber schon doch sehr faszinierend, diese Tiere so nah zu sehen und ihnen hinterher zu tauchen.




Besonders spassig war es auch vom 1. Stock des Bootes, nen Salto ruckwaerts zu machen. Der Skipper wusste Bescheid, so dass ihn die "Mann ueber Board" Rufe nicht stoerten :)
Abends ging es dann weiter nach Exmouth, Hostel natuerlich mit Pool, ich hatte mich schon daran gewoehnt :) Gut zum entspannen und dann wieder etwas in der Nacht feiern.




Morgens wieder raus, diesmal keine Sachen packen, da wir noch eine zweite Nacht hier in Exmouth verbringen wuerden. Ab gings in den Cape Range National Park, einwenig klettern um Yardie Creek und danach einfach zum Strand um wiedermal das Ningaloo Reef zu bewundern. Es ist das gleiche Reef wie am Tag zuvor, erstreckt sich halt ein paar hundert Kilometer an der Westkueste. Wir legten uns nieder am Turquoise Bay, das seinem Namen alle Ehre machte. Schnorcheln konnte man hier direkt vom Strand aus. Wieder sehr viel zu sehen, leider konnte ich diesmal keine Schildkroete ausmachen, aber man kann ja nicht alles haben :) An einem Teil weiter noerdlich der Bucht, gab es eine sehr starke Stoemung. Super um sich einfach runtertreiben zu lassen und zu entspannen. Der Haken an der Sache: Ueberschritt man einen bestimmten Punkt ging die Stroemung in Richtung des offenen Ozeans und nicht am Ufer entlang, was bedeutete, dass man ueber das Korallenriff raustrieb und sich dann mit den Tigerhaien anfreunden durfte...
Am Strand verbrachte ich dann die Zeit noch mit der Perfektion meines Cricketspiels. Die Bodenbedingungen am Strand sind natuerlich ganz anders als auf Gras, aber Spass hat es trotzdem riesig gemacht. Fotos zeigen mich in voller Aktion :) Und ja ich schlage wie mit einem Baseballschlaeger und nicht wie mit einem Cricketschlaeger, aber es hatte den gleichen Effekt, ich traf die Baelle, auch wenn meine Technik miserabel war. Als Werfer war ich dann auch sehr gefuerchtet und drosch die Holzlatten den Leuten nur so um die Ohren.
Nach genug Entspannung in der Bucht, dann weiter zum Leuchtturm und einem Schiffwrack in der Naehe. Am Leuchtturm mehr die Aussicht denn den Leuchtturm genossen. (Der in Byron Bay ist um laengen besser). Dann gings auch wieder zueruck nach Exmouth in den Pool :)





Und die Tour ging weiter, oder viel mehr zueruck. Kurzer Zwischenstopp in Coral Bay und dann war eigentlich nur Fahren angesagt. Wir schliefen dann bei einer Farm in Northhampton, die natuerlich einen Pool hatte, so dass die Busfahrt mit Bier im Pool verarbeitet werden konnte. Tags darauf gings dann weiter in Richtung Perth. Halt gemacht wurde noch an einem Wildlife Park, inklusive Fuetterung der Tiere und lustigem Spielspass mit Schlangen. Die Emus waren mir doch recht suspekt mit ihren Schnaebeln, die Roos fand ich da wesentlich angenehmer, ich hab mir dann auch ein huebsches ausgeguckt dass ich maesten und nachhermitnehmen wollte. Ging aber leider nicht... Das Handling der Schlangen war auch recht interessant, Zum Glueck waren es Wuergeschlangen, so dass keine wirklich Gefahr bestand.
Nach dem Wildlife Park ging es noch zur Hutt River Province, quasi ein eigenes Land innerhalb Australiens, ich hab nen Visumsstempel im Pass :) Zur Story: Irgendwann so um 1970 gab es zuviel Weizen in Australien, so dass die Regierung den Farmern sagte, dass jeder nur die Haelfte seiner Ernte verkaufen durfte. Einer war halt ganz schlau, gruendte seine eigene Provinz und verkaufte alles. Naja jetzt hat er dort halt sein eigenes Regierungsgebauede und nennet sich selbst Prinz Leonard... Er hat auch eigenes Geld und Briefmarken etc...
Jetzt zum lustigen Teil fuer Sprachkanonen wie die zwei Hollaenderinen auf unserem Trip. Sie hatten verstanden dass er Weed (ja genau Marhiuana, Hollaender halt...) und nicht Wheat (Weizen) angebaut hatte. Er hat also zuviel davon, pafft sich sein ganzes Leben damit zu und wird so verrueckt dass es seinen eigene Provinz gruendet. Ich lag am Boden als die beiden anfingen zu fragen wo denn das Gras sei :)
Nach den relativ lustigen und interessanten Vormittag weiter im Bus nach Perth. Dort hab ich dann meine Sachen im Locker eingeschlossen, da mein Flug nach Tasmanien um Mitternacht ging. Mit ein paar Leuten aus der Gruppe dann noch ein nettes 6-Gaenge Menue (ca. 15 Euro) in einem chinesischen Restaurant genossen und danach auf den Weg zum Flughafen gemacht. Mein Freund der Busfahrer, meinte er darf das eigentlich nicht, aber ich bekam wiedermal den guenstigeren Preis.

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